David Hume - Gerhard Engel

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David Hume

David Hume - eine humanistische Perspektive
David Hume war nicht nur einer der bedeutendsten Philosophen, sondern auch Historiker und einer der ersten ökonomisch orientierten Sozialwissenschaftler der Neuzeit. Mehr noch: Gerade weil er auch als Historiker und Ökonom arbeitete, kann er aus humanistischer Perspektive als bedeutender Philosoph gelten. Denn der Versuch, den Menschen zu verstehen - für einen Humanisten immerhin keine nebensächliche Angelegenheit -, erfordert es zum einen, sich mit seiner Vergangenheit zu befassen: Wie wurden wir, was wir sind? Vom Historiker Hume können wir dabei lernen, dass bei der Beantwortung dieser Frage der kulturgeschichtliche Blick auf den Menschen mindestens so bedeutsam ist wie die naturgeschichtliche Perspektive. Die Frage hingegen, was wir werden (wollen), also die Frage nach der Zukunft des Menschen, betrifft seine soziale Organisation. Hier hat Hume wegweisende Beiträge geleistet, die etwa seinen Freund und Weggefährten Adam Smith und dessen Theorie der marktwirtschaftlichen Organisation tiefgreifend beeinflusst haben. Im Vortrag wird zunächst eine humanistische Perspektive entwickelt, wie sie mir unter Berücksichtigung der gegenwärtigen Diskussion vertretbar zu sein scheint. In ihrem Lichte wollen wir einen humanistisch inspirierten Blick auf Hume werfen, vor allem auf seine empiristische Methode, seine Einstellung zur Antike und seine Vorschläge zur sozialen Organisation, die in erstaunlichem Maße auf die moderne Ökonomik vorausweisen und die eine besonders klare Darstellung der Dialektik von Freiheit und Ordnung enthalten. Dabei wird sich zeigen, dass Hume nicht nur wegen seiner oft überraschend modernen Einsichten, sondern mehr noch wegen seiner Haltung geschätzt werden sollte, aus der sie entspringen: Es ist eine Haltung, von der auch heutige Humanisten noch lernen können.

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